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Pâte de vanille
Vanille-Paste

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Vanille hat das ganze Jahr Hochkonjunktur, egal ob Schote, Vanille-Paste, Extrakt oder Vanillezucker, jeder hat bestimmt Vanille in irgendeiner Form zu Hause. Besonders wer sich den süßen Dingen verschrieben hat, so wie ich und ihr auch, ist sicherlich ein „Heavy-User“ wenn es um die Vanille geht. Keine Ahnung welche Mengen ich verbrauche, aber es sind privat bestimmt 5 – 6 Schoten im Monat. Hört sich nicht viel an, aber aufs Jahr gerechnet, kommt doch ganz schön was zusammen, je nach Sorte, Herkunft und Qualität. Deshalb dachte ich, um den Vanille-Junkies unter euch ein wenig Erleichterung zu verschaffen, verrate ich heute mal einen kleinen Spar-Trick. Obwohl ich mir noch nicht so sicher bin, ob dieses Rezept wirklich zur Entlastung des Vanille-Budgets führt, oder schlicht und einfach zu noch mehr Vanille-Konsum. Seisdrum, es spricht viel für die Herstellung dieser schwarzen Vanille-Paste oder dickflüssigem Sirup. Da für die Vanille-Paste die ganzen Schoten verwendet werden, bekommt ihr ein Vielfaches an Vanillearoma aus jeder Schote, im Vergleich zu anderen Anwendungen.
Pâte de vanille findet in vielen Rezepten Verwendung, aber auch in kleine Gläser oder Flaschen abgefüllt mit einem hübschen Etikette, als Mitbringsel oder Geschenk aus der eigenen Küche, ist die Vanille-Paste eine willkommene Aufmerksamkeit. Außerdem geht sie schnell, enthält keinen Alkohol, lässt sich gut lagern und dosieren, die ganze Schote findet Verwendung und selbst die Reinigung des Mixers wird zu einer leckeren Angelegenheit.

Wie wird die Vanille-Paste hergestellt?

Dieses Basis-Rezept ist in wenigen Minuten ganz einfach zubereitet und nur ein paar kleine Zutaten sind nötig, den Rest macht ein starker Mixer mit scharfen Klingen. Als erstes wird Vanille benötigt, hier seid ihr ganz frei und entscheidet euch für eine Sorte nach eurem Geschmack. Empfehlen kann ich eine Mischung aus 4 Schoten Madagascar-Vanille und einer Schote Tahiti-Vanille. Diese Kombination ist mir die liebste Verbindung, aber ihr kreiert einfach eure eigene Haus-Mischung. Es darf hier ruhig auch eine zweite Wahl gekauft werden, da wir hier mit den Schoten keinen Schönheitspreis gewinnen müssen. Außerdem gehört noch Zucker, Wasser und Glukosesirup in das Rezept. Daraus wird ein einfacher Sirup gekocht. Der Glukosesirup im Rezept sorgt dafür, dass die Vanille-Paste noch länger haltbar ist und beim Mixen oder während der Lagerung, der Zucker ganz sicher nicht auskristallisiert. Wer keinen Glukosesirup verwenden mag oder nicht zur Hand hat, kann ihn durch 10 g Zucker und 10 g Wasser ersetzen. Alles zusammen wird in einem Mixer fein zerkleinert, bis keine gröberen Stücke der Schote mehr zu sehen sind. Das war es schon, aber natürlich folgt auch noch das genaue Rezept, damit auch hier nichts schief geht.

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Wie wird die Vanille-Paste gelagert oder dosiert?

Wichtig ist, dass sie kühl und dunkel gelagert wird. Deshalb ist auch der Kühlschrank der richtige Ort für sie. Ich fülle die Paste in blitzsaubere Gläschen oder Flaschen ab, die ich vorher mit kochendem Wasser ausgespült habe. Die Vanille-Paste kann sofort verwendet werden, wird aber durch ein paar Tage Lagerung intensiver, was besonders wichtig ist, wenn ihr sie in kalten bzw. ungekochten/ungebackenen Rezepten verwenden wollt. Die Vanille-Paste kann grundsätzlich für alle Rezepte verwendet werden, denen eine Flüssigkeit (Wasser, Milch, Sahne usw.) zugegeben wird. Bei allen anderen Rezepten, muss man individuell beurteilen, ob die Zugabe der Paste sinnvoll ist oder besser ausgekratzte Schoten verwendet werden sollten. Bei z.B. Mürbeteigen, hat sich die Zugabe der Paste als unproblematisch herausgestellt. Soll eine Crème reinweiß sein, dann würde ich auch ausgekratzte Vanilleschote bevorzugen. Dosieren könnt ihr nach Geschmack, aber ca. 1 – 2 Teelöffel ersetzen eine ganze Vanilleschote. Die Menge an Vanille-Paste aus meinem Rezept kann ca. 20 – 30 augekratzte Vanilleschoten ersetzen.

Wie war das noch mit der leckeren Angelegenheit beim Reinigen des Mixers?

Hier muss ich wirklich ein bisschen schmunzeln, denn ich freue mich während der ganzen Zubereitung schon auf die Reinigung des Mixers. Denn, ich gieße einfach etwas Milch in den Mixer, gebe noch etwas Rohrohrzucker dazu und mixe köstlichste Vanillemilch aus den im Mixer verbliebenen Vanille-Paste-Resten. Eine Banane schadet auch nicht, wie ich finde. Natürlich ist der Mixer danach nicht wirklich gereinigt, aber Spaß macht die ganze Sache schon und man kann gleich mal die Vanille-Paste in Aktion erleben und wird sofort für die vorhergehende wirklich anstrengende und zeitraubende Arbeit belohnt.

Rezept für Pâte de vanille / Vanille-Paste

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Zutaten für ca. 200 g Vanille Paste

Pâte de vanille
90 g Zucker
90 g Wasser
20 g Glukosesirup
5 – 6 Vanilleschoten

Zubereitung

Schritt 1
Von den Vanilleschoten die harten Enden knapp abschneiden (aufbewahren und/oder eurem Vanillezucker zugeben) und die Schoten in ca. 1 cm kurze Stücke schneiden.

Schritt 2
Für den Sirup, Zucker, Wasser und Glukose in einem kleinen Topf aufkochen und einmal aufwallen lassen. Je nach Hitzestabilität des verwendeten Mixers, den Sirup etwas abkühlen lassen.

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Schritt 3
Sirup und Vanilleschoten in den Mixer geben und auf höchstmöglicher Stufe fein pürieren. Je nach Gerät und Schärfe des Messeraufsatzes, dauert dieser Vorgang unterschiedlich lang. Eventuell kurze Pausen machen und zwischendurch den nach oben gespritzten Sirup und die Vanillestücke nach unten schaben, damit alles gleichmäßig zerkleinert bzw. püriert werden kann.

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Schritt 4
Die Vanille-Paste in gut gereinigte und mit kochendem Wasser ausgespülte kleine Gläser oder Flaschen abfüllen und im Kühlschrank lagern.

La vie est belle

Eure
La Pâticesse

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11 Kommentare

  1. Das könnte durchaus den Verbrauch an Vanille auch erhöhen … durchaus… Hach, das sieht aber auch gut aus – und wird bestimmt probiert, immerhin habe ich da auch eine ganz kleine große Schwäche für Vanille.
    Meinst du, dass Invertzuckersirup genauso gut geht wie Glukosesirup? Die Glukose soll ja wahrscheinlich das Auskristallisieren verhindern, oder?

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Stefanie,
      hier führt die Vanille-Paste auch nicht zu Einsparungen, sondern erhöht einfach den Verbrauch. Schließlich ist es so schön einfach ein Löffelchen zu entnehmen und einfach auch mal nur Joghurt oder Quark etwas aufzupeppen, oder oder oder…
      Den Glukosesirup kannst du auch durch je 10 g Zucker und Wasser ersetzen. Meist ist die Paste verbraucht, bevor etwas auskristallisieren kann 😉
      Viele Grüße
      Claudia

      • Das die Paste schnell verbraucht wird, glaube ich dir unbesehen- vor allem bei Vanille-Junkies wie mir 😉
        Aber Invertsirup habe ich eh immer im Haus, den koche ich im großen Maßstab für Eiscreme – im Slowcooker ist das nämlich eine ganz entspannte Angelegenheit.

  2. Maren sagt

    Liebe Claudia,
    vielen Dank für dieses geniale Rezept! Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren (genauso wie die Vanillebutter 😉 ). Ich habe noch so tolle Vanilleschoten aus Madagaskar eingefroren. Meinst du, dass ein Thermomix zu groß für die Zubereitung ist?
    Liebe Grüße Maren

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Maren,
      der Mixaufsatz für die Cooking Chef fasst so 1600 – 1800 ml. ist also auch nicht ganz so klein.
      Gieß doch mal 200 ml. Wasser in den Thermomix und schau mal ob die Messer mindestens zu 2/3 untertauchen. Wenn nicht, einfach mehr zubereiten und kleine Gläschen verschenken 😉 oder viel backen.
      Viele Grüße
      Claudia

  3. Die Vanillepaste steht ganz oben auf meiner Liste! Ich habe immer die schweineteure Paste aus der Feinkostabteilung gekauft und dabei ist die so einfach zu machen. Danke für den Tipp und das Rezept.

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Maja,
      dann wünsche ich dir fröhliches „Backen & Kochen“ mit der Paste. Berichte mal für was du sie benutzt hast.
      Viele Grüße
      Claudia

  4. Ulrike Martin sagt

    Ganz toll! Ich hatte schon Vanille mit Alkohol extrahiert, aber der Extrakt ist nur zum Backen gut. Bei ungekochten Süßspeisen stört das sehr. Da ist dein Rezept die Lösung.
    Kann ich anstelle der Glukose auch Invertzuckerlösung nehmen? Die hab ich nämlich.
    Viele Grüße
    Ulrike

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Ulrike,
      ja das mit dem Alkohol ist in ungekochten Speisen ein Problem, außerdem fehlen oft auch die Vanillesamen, das kann man selbst zwar ändern aber bei gekauften Produkten ist das häufig so.
      Ich nehme an, mit Invertzuckerlösung meinst du diese flüssige selbstgekochte Variante? Wenn ja, das funktioniert auch. Es geht auch ganz ohne, dann einfach einen Sirup aus je 100 g Zucker und Wasser kochen. Meist verbraucht man die Paste doch recht schnell 😉
      Viele Grüße
      Claudia

  5. Jamjam, also Vanillemilch kann’s nun auch öfters geben… Ich habe direkt den Pâticesse-Blend (1 Tahiti, 4 Madagaskar) produziert – als Freund der schwarzen Schote ist man ja ausgestattet. Das wird nun in meinem Kühlschrank wohnen, neben pâte de pistache, pâte praliné noisette, crème de caramel, … Wenn das so weiter geht brauche ich einen größeren Kühlschrank.

    Empfiehlt es sich, die Paste vor Gebrauch zu schütteln?

    • La Pâticesse sagt

      Ups, das ging ja flott. War mir aber völlig klar, dass du die Vanille-Paste schnell ausprobierst 😉 Lass sie noch ein paar Tage im Kühlschrank durchziehen, dann wird sie noch etwas dicker und besser. Etwas setzt sich am Boden ab und ein bisschen rühren oder schwenken schadet nicht. Den Deckel nur immer sauber halten, sonst verklebt es dir das ganze Glas.
      Viel Spaß damit
      Claudia

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