Petits Gâteaux et Desserts individuels, Rezepte
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Mille-feuille aux fruits rouges
Mille-feuille mit roten Früchten

Mille-feuille aux fruits rouges Mille-feuille mit roten Früchten Rezept 2

Nach dem Blätterteig inversée Rezept von letzter Woche, habe ich heute ein Mille-feuille mit roten Früchten für euch. Damit euer vielleicht erster Pâte feuilletée inversée, hier zum Einsatz kommen kann. Was gibt es im Sommer schöneres als die Vielfalt an Früchten und Beeren. Ein einfach himmlisches Sommer-Dessert. Welches bei der Zubereitung zu ständigem Naschen verführt. Eine Beere fürs Mille-feuille, eine Beere für die Bäckerin oder den Bäcker. Aber aufpassen, dass ihr genug eingekauft habt! Ich berechne da mindestens die doppelte Menge an Beeren und Früchten. So kann ich ungeduldige Gäste, die in die Küche lugen, gleich mit ein paar leckeren Früchten zum Helfen überreden. Es müssen doch immer irgendwo ein paar Minzblättchen gezupft werden.

Dieses hübsche Dessert, habe ich letztes Jahr in einem Restaurant in Paris entdeckt und es ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Ganz entgegen zu meiner üblichen Gewohnheit, habe ich den Koch bzw. Pâtissier mal nicht gefragt, wie genau das Rezept lautet – der oder die Glückliche 😉
Der Geschmack hat die Komponenten gleich verraten, was aber nicht heißen soll, dass dieses Dessert nicht spektakulär wäre. Die Kombination der Zutaten und die hinreißende Optik, machen es zu einem meiner Sommer-Lieblinge. Luftig leicht und fruchtig süß, lässt es sich mit den unterschiedlichsten Früchten und Beeren kombinieren.

In meinem Rezept für Mille-feuille mit roten Früchten, wartet zwischen drei knusprigen Blätterteigschichten eine Sahne-Mascarponecreme und etwas versteckt noch eine Fruchtsauce darauf, genüsslich von euch verspeist zu werden.
Alle Komponenten können am Vortag vorbereitet werden, sodass ihr kurz vor dem Servieren nur noch die Crème aufschlagen müsst. Auch der Blätterteig, kann am Tag vor eurem Menu gebacken werden und wird bis zur Verwendung, zwischen Backpapierlagen, in einem luftdichten Behälter aufbewahrt.
Mille-feuille heißt übersetzt tausend Blätter und damit sind die vielen Schichten des Blätterteigs gemeint, aber auch, dass dieses Dessert / Kuchen aus mehreren Schichten besteht. Klassisch sind es drei Lagen Blätterteig (sonst darf es nicht Mille-feuille genannt werden) und zwei Schichten Crème. Der Blätterteig wird zwischen zwei Lagen Backpapier und zwischen zwei Backblechen gebacken, um ihn etwas am Aufgehen zu hindern. So bekommt der Blätterteig, seine feine und etwas kompaktere Blätterung.

Wenn ihr euch jetzt fragt, wie um Himmels willen soll ich dieses Kunstwerk denn richtig essen? Dann habe ich folgenden Tipp für euch. Deckt einfach zum Dessert auch Messer und Gabel ein. Dann nascht ihr entweder erst die Früchte runter und dreht dann das Mille-Feuille mit Messer und Gabel auf die Seite oder ihr macht das gleich am Anfang. Der Blätterteig lässt sich von den offenen Kanten aus besser schneiden und es sieht nicht ganz so wild aus beim Genießen.

Rezept für Mille-feuille aux fruits rouges / Mille-feuille mit roten Früchten

Mille-feuille aux fruits rouges oder Mille-feuille mit roten Früchten Rezept

Zutaten für 4 Stück

250 g Blätterteig inversée oder 1 Rolle Blätterteig aus der Kühltheke
Puderzucker

Crème chantilly vanille
250 g Sahne
80 g weiße Schokolade
1/2 Vanilleschote
75 g Mascarpone

Fruchtsauce
125 g gemischte rote Früchte und Beeren
15 g Zucker

Für die Garnitur
125 g gemischte rote Früchte und Beeren
Minzblättchen
Puderzucker

Zubereitung

Schritt 1
Am Vortag für die Créme chantilly vanille, die weiße Schokolade hacken und in eine Schüssel geben. Sahne mit dem Mark der ausgekratzten Vanillieschote in einem Topf aufkochen. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen. Danach die Sahne über die Schokolade gießen. Mascarpone dazugeben und mit einem Pürierstab aufemulgieren.
Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht (mindestens. aber 12 Stunden) in den Kühlschrank stellen. Die Sahne sollte auf 4°C abgekühlt werden.

Schritt 2
Für die Fruchtsauce, die Früchte oder Beeren pürieren und durch ein Sieb streichen. Das Fruchtmark mit dem Zucker in einen kleinen Topf geben und um ca. 1/3 einkochen. Dies dauert ca. 5 Minuten, die Konsistenz sollte ähnlich einer Konfitüre sein. Auskühlen lassen und in den Kühlschrank stellen.

Schritt 3
Ofen auf 200 °C voheizen.
Den Blätterteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dick ausrollen. (Entfällt bei Fertig-Blätterteig) Danach mit einem sehr scharfen Messer 12 Rechtecke von ca. 12 x 4,5 cm aus dem Blätterteig schneiden. Die Teigblätter auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech platzieren und gleichmäßig mit Puderzucker bestäuben. Ein weiteres Blatt Packpapier darüber legen (1) und mit einem weiteren Backblech beschweren. Bitte vorher testen ob eure Backbleche ineinander passen. Wenn nicht, hilft es manchmal, das untere Backblech umzudrehen.

Mille-feuille aux fruits rouges Mille-feuille mit roten Früchten Rezept Zubereitung

Schritt 4
Ofentemperatur auf 180 °C herunter regeln und auf mittlerer Schiene den Blätterteig ca. 20 Minuten backen. Der Blätterteig sollte durch und durch schön gebräunt sein und die Oberfläche leicht karamellisiert sein. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter (2) auskühlen lassen.

Schritt 5
Die kalte Crème chantilly vanille in der Küchenmaschine mit dem Schlagbesen steif schlagen. Achtung, die Crème kann schnell überschlagen werden! Gut beobachten und die Geschwindigkeit langsam nach oben regeln.

Schritt 6
Die Crème in einen Spritzbeutel mit runder Lochtülle (ca. 0,8 cm) füllen. Fruchtsauce ebenfalls in einen Spritzbeutel mit sehr kleiner runden Lochtülle füllen oder einfach vom Spritzbeutel ein wenig die Spitze abschneiden.
Crème-Tupfen auf ein Blätterteig-Rechteck spritzen und in der Mitte eine Spur mit der Fruchtsauce aufspritzen (3), mit Blätterteig abdecken und eine weiter Lage Crème chantilly vanille und Fruchtsauce aufspritzen. Mit der letzten Lage Blätterteig abdecken und eine letzte Schicht Crème-Tupfen und Fruchtsauce aufspritzen. Mit Früchten und Beeren (Himbeeren eventuell auch mit Fruchtsauce füllen) belegen (4) und mit Minzblättchen und etwas Puderzucker ausgarnieren.

Tipp: An heißen Tagen empfehle ich die Blätterteig-Rechtecke kurz in die Kühltruhe zu geben, bevor ihr sie mit der Crème chantilly garniert.

Eure
La Pâticesse

14 Kommentare

  1. Mari sagt

    Hallo,
    deine Mille Feuille sieht sehr gelungen aus.
    Wunderschön anzusehen.
    Wenn ich dennoch etwas anmerken dürfte …
    Ich würde nur nicht alle Früchte (und vor allem die Blätter nicht) überpudern. Das wirkt in meinen Augen zu winterlich.
    Die z.B. Brombeeren lieber überglänzen. Das Grün grün lassen. Das gibt einen schönen Kontrast zwischen glänzend und matt.

    Liebe Grüße, Mari, die wirklich bewundert, was du alles so zauberst.

    • La Pâticesse sagt

      Coucou Mari,
      das Überglänzen von Früchten bei Desserts, die für den Restaurantservice à la minute hergestellt werden, ist unüblich und lehne ich auch ab. Das Rezept ist nicht für die Pâtisserie-Vitrine bzw. zur Lagerung geeignet. Dann wäre ohnehin einiges am Rezept zu ändern. Natürlich könntest du aber beim Nachbacken Anpassungen nach deinem Geschmack vornehmen. Meine Rezepte stellen lediglich einen Vorschlag dar und entsprechen meinem persönlichen Geschmack.
      Es freut mich aber, dass dir auch etwas gefallen hat.
      Viele herzliche Grüße
      Claudia

    • Mari sagt

      Hm, überlege gerade, gut möglich, dass es bei deiner Schnitte vielleicht doch nicht so gut wirkt. Ich meine, paar Früchte zu überglänzen. Und für den Glanzeffekt sorgen ja schon die Erdbeeren. Ach vergiss meine obige Anmerkung einfach.
      Kurzum, eine wunderbare Kreation!
      LG, Mari

      • La Pâticesse sagt

        Wie gesagt künstleriche Freiheiten sind erwünscht!
        Schönen Abend
        Claudia

  2. Angelika & Kai sagt

    Wunderschön finden wir deine Mille-feuille! Wie du weißt haben wir nun Blätterteig im Überfluss eingefroren und werden wir dein Rezept bald nachbacken. Kai verträgt leider keine Himbeeren und Brombeeren und wir werden sie leider austauschen müssen. Hast du einen Vorschlag für uns?
    Danke und Grüße
    Angelika &Kai

    • La Pâticesse sagt

      Coucou Angelika & Kai,
      wie wäre es mit einer Kombination aus Erdbeeren, in Würfel geschnittenen weißen Pfirsichen und Zitronenmelissenblättern? Generell ist das Rezept was die Garnitur anbetrifft „frei bespielbar“. Also viel Spaß und schickt ein Bild von eurer Variante.
      Viele Grüße
      Claudia

  3. Denis sagt

    Die sehen so schön aus! Ich habe eine Variante mit Kakao- & Espresso-Pulver statt Früchten zusammen gebastelt, und das hat auch gut funktioniert (also wenn man nicht so genau nachmisst ob alles perfekt gleichmäßig ist 😉 ) und natürlich geschmeckt. Die Crème chantilly ist so lecker!

    • La Pâticesse sagt

      Sehr schöne Idee mit der Tiramisu-Variante. Werde ich auch mal machen – Tiramisu geht doch immer! Uuuund dann noch mit Schokospiralen gekrönt. Gefällt mir sehr gut! Ja die Crème ist ziemlich flexibel und kann unterschiedlich aromatisiert oder auch stärker gesüßt werden.
      Leckeren Abend, wenn noch nicht alles verspeist sein sollte 😉
      Claudia

  4. Laura sagt

    Hallo!
    Ich backe gerade dein Rezept und bin aber leicht verunsichert von meiner Creme chantilly! Ich hab sowieso immer Angst davor Mascarpome irgendwo reinzumischen, da es neuerdings immer bei mir flockt. Jetzt habe ich also die Mascarponecreme mit dem Sahne-Mix vermengt und an sich ist das ganze so flüssig wie eine Suppe. Ist das normal? Kommt die Festigkeit nachher wirklich noch mit dem Aufschlagen? Oder hab ich was falsch gemacht?

    Liebe Grüße,
    Laura

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Laura,
      ja das ist normal. Es braucht jetzt ca. 12 Stunden Kühlung, damit das Fett in Sahne, Mascarpone und Schokolade wieder kalt genug ist, damit sich die Chantilly aufschlagen lässt. Beim Aufschlagen ist es wichtig, NICHT mit der höchsten Geschwindigkeit aufzuschlagen. Sondern sich langsam zu steigern. Besonders bei Handmixern mit zwei Schlagbesen ist es wichtig, die Chantilly gut zu beobachten und die Geschwindigkeit langsam zu steigern, sonst entweicht die eingeschlagene Luft wieder und es trennen sich Fett und Wasser.
      Viele Grüße
      Claudia

      • Laura sagt

        Hey!
        Das hat alles super geklappt! Der selbstgemachte Blätterteig war auch der Wahnsinn! Und die Creme ist schön fest geworden!
        Das ganze hatte einen tollen Geschmack! Nicht zu süß oder mächtig!

        Vielen Dank für das tolle Rezept!

        Liebe Grüße!

        • La Pâticesse sagt

          Super Laura – ich freue mich 🙂
          Wenn die Crème trotz Mascarpone 😉 gut geklappt hat, dann hast du jetzt ein feines Rezept welches du gaaanz vielfältig einsetzen kannst!

  5. Karin Zimmermann sagt

    Hallo, lese seit Stunden ganz begeistert deinen Blog. Ich möchte in den nächsten Tage dieses Rezept nachbasteln. Wäre es möglich, am vormittag die Créme schon aufgeschlagen in einen Spritzbeutel zu füllen, um die Zubereitung zum Servieren am Abend zu beschleunigen? Vielen Dank für die vielen tollen Rezepte, die du mit uns teilst.
    Liebe Grüße
    Karin

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Katrin,
      das ist nicht ganz ideal, da durch die Kühlung die Crème fester wird und die aufdressierten Kugeln dann außen nicht so schön glatt werden.
      Aber du kannst das Dessert komplett vor dem Dinner montieren und bis zum Dessert kühlen.
      Vielen Dank für deine lieben Worte 🙂
      Claudia

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