Brioches et viennoiseries, Rezepte
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Sacristains
Blätterteigstangen aus der Provence

Blätterteigstangen Rezept

Sacristains sind eine Blätterteigspezialität aus der Provence. Genauer gesagt aus dem Département Vaucluse (Avignon) im Südosten Frankreichs, der wunderschönen Provence. Diese mit Hagelzucker und Mandelblättchen gefüllten und bestreuten Blätterteigstangen, werden dort in vielen Bäckereien angeboten. Ein Sacristain ist ein Kirchendiener oder Küster und so hat auch dieses Gebäck, mal wieder einen kirchlichen oder religiösen Ursprung.

Wie werden die Sacristains gemacht und auf was muss ich achten?

Ganz wichtig ist, dass man den Blätterteig nicht einfach nur mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreut, sondern sie müssen gefüllt UND bestreut werden. Nur dann sind es echte Sacristains und so zubereitet, haben sie einen eigenen Sound beim Reinbeißen. Es muss krachen, knacken und der Zucker muss ein wenig knirschen, wenn ihr in die Blätterteigstangen beißt. Das Besondere ist, sie sind kinderleicht herzustellen und schnell gebacken, natürlich nur mit fertigem Blätterteig. Wer aus diesem Sacristains Rezept, aber einen wahren Genuss machen will, der sollte mal versuchen einen Blätterteig inversée selbst herzustellen und ihn sich dann portionsweise einfrieren.

Wie werden die Sacristains kombiniert?

Oft sind sie so lang wie ein Unterarm, aber manchmal gibt es auch kleine fingerlange Sacristains. Ich bevorzuge sie in Tellerlänge, so dass sie z.B. schön zu einem Eis oder Fruchtsalat angerichtet werden können. Sacristains passen irgendwie zu allem. Zum Tee, zum Kaffee oder eingetunkt in eine heiße Schokolade oder mit kalter Milch. Ein Knaller sind sie zum Eiskaffee. Wer aber auch zu einem Rosé gerne mal was Süßes nascht oder noch eine süße Begleitung zu einem Sauternes sucht, sollte die Sacristains mal in dieser Kombination versuchen.

Wie kann ich die Sacristains variieren und gib es auch salzige Alternativen?

Wer sie vielleicht etwas weicher liebt, kann die Blätterteigstangen auch dünn mit einer Crème frangipane füllen und danach mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreuen oder auch mit einer Crème pâtissier bestreichen. Genial sind sie auch mit einer Fruchtfüllung aus Himbeerkonfitüre oder mit einer Marzipanschicht. Aber auch mit den Enden in Schokolade getaucht sind sie ein Genuss. Natürlich geht das Ganze auch salzig mit geriebenem Käse und/oder Schinkenwürfel, ganz wie ihr mögt. Aber sie müssen immer gefüllt UND bestreut werden. Denn nur so sind sie doppelt lecker!

Rezept für Sacristains Blätterteigstangen aus der Provence

Sacristains Rezept Blätterteigstangen

Zutaten für 10-12 Sacristains

Sacristains
ca. 270 g Blätterteig Pâte feuilletée inversée oder aus der Kühltheke
60 g Hagelzucker
60 g Mandelblättchen
1 Ei
Etwas Puderzucker

Zubereitung

Schritt 1
Ofen auf 200°C vorheizen.
Blätterteig zu einem Rechteck mit einer Dicke von 2-3 mm ausrollen. (Entfällt bei Fertigblätterteig aus der Kühltheke) Danach mit einem scharfen Messer, rundherum die Kanten abschneiden (nur wenige Millimeter) und dann den Blätterteig in der Mitte durchschneiden. So dass zwei gleichgroße Blätterteigplatten entstehen.

Sacristains Rezept Blätterteigstangen Zubereitung 1

Schritt 2
Das Ei mit ein paar Tropfen Wasser verrühren und eine Blätterteigplatte damit dünn einpinseln. Zuerst 40 g Hagelzucker auf den Blätterteig streuen und (1) danach 40 g Mandelblättchen.
Die zweite Blätterteigplatte auf die mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreute legen und mit einem Rollholz (2) etwas andrücken. Diese oberste Blätterteigplatte wieder dünn mit Ei einpinseln und mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreuen.

Sacristains Rezept Zubereitung Blätterteigstangen 2

Schritt 3
Mit einem Scharfen Messer den Blätterteig in ca. 2 cm dicke Streifen schneiden (3) und diese von beiden Enden aus gegeneinander verdrehen. Diese Blätterteigstangen mit genügend Abstand, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben. Die Temperatur auf 180°C zurück regeln und die Sacristains ca. 18 Minuten backen, bis sie durch und durch goldbraun sind. Mit Puderzucker bestreuen.

La vie est belle

Eure
La Pâticesse

11 Kommentare

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Petra,
      Sacristains sind einfach super! Ich liebe sie sehr und wenn ich Blätterteig zubereite, dann werden sie auch immer gebacken.
      Schönes Wochenende
      Claudia

  1. Mei Ke sagt

    Sind gerade im Ofen – mal schauen ob sie was werden!
    Super tolle Fotos übrigens, die du hier machst!

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Meike,
      vielen lieben Dank für dein Lob und lass dir die Sacristains schmecken!
      Herzliche Grüsse
      Claudia

  2. Michaela sagt

    Die sind mein Ding. So ein perfektes Rezept und genau wie in der Boulangerie in Arles. Wie ich sie aus dem Urlaub kenne und wie du geschrieben hast, habe ich richtig lange Sacristains gebacken und in einem Weidenkorb zu einem Glas Sauternes unseren Gästen kredenzt. Alle schwärmen von dieser Kombination. Dank dir ein noch schönerer Abend mit Freunden. Weiter so, du machst das hier großartig
    Liebe Grüße Michaela

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Michaela,
      die Kombination mit dem Sauternes mag ich auch sehr gerne. Gefällt mir, dass du es gleich ausprobiert hast 😃
      Vielen Dank und einen schönen Sonntag noch
      Claudia

  3. Stefan sagt

    Vielen Dank für das tolle Rezept – sind sehr gut angekommen! 😘
    (Hab die etwas „verfeinert“ 😊 )

    • La Pâticesse sagt

      Hallo Stefan,
      die Enden in Schokolade zu stippen ist eine prima Idee von dir. 🙂
      Vielen Dank für das lecker Bild und ein schönes Wochenende.
      Claudia

  4. Lilly sagt

    Dank der Zeitschrift Donna bin ich auf Deine wunderbare Seite aufmerksam geworden und habe mich zum ersten mal an die Herstellung von Blätterteig rangewagt. Es hat prima geklappt und die Sacristains schmecken phantastisch. Morgen werde ich dann Deine Apfeltaschen testen.

    • La Pâticesse sagt

      Lilly, die sehen fabelhaft aus!
      Ganz besonders freue ich mich, dass dir der Blätterteig auf Anhieb so gut gelungen ist und natürlich ist es ganz toll, dass der Blog dir in der DONNA aufgefallen ist 🙂 Ich hoffe wir backen noch viel zusammen.
      Viele liebe Grüße
      Claudia

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