Alle Artikel mit dem Schlagwort: Blätterteig

Tarte fine aux pommes Feine Apfeltarte Rezept

Tarte fine aux pommes
Feine Apfeltarte

Nervös werde ich, wenn mir jemand einen Apfel als Dessert unterjubeln will. So ein nackischer Apfel ist nicht ganz das, was ich mir unter einer Nachspeise vorstelle. Es sei denn, der Apfel ist fein aufgeschnitten, gebacken, karamellisiert, macht es sich auf einem Bett aus feinstem Apfelkompott und Butterblätterteig bequem und wird mit Bourbon-Vanilleeis getoppt. Deshalb und auf Grund des haarsträubenden – ja fast schon ungeheuerlichen Vorschlags – man könnte sich doch auch mal einen Apfel aufschneiden zum Nachtisch, kontere ich hier mit einer Tarte fine aux pommes. Eine feine Apfeltarte (Bestandteile siehe oben) ist schon eher ein Dessert nach meinen Vorstellungen, da lasse ich auch gerne die Vorspeise weg. Ach was, eigentlich den Hauptgang, denn Vorspeisen sind wie Nachspeisen meist so liebevoll zubereitet und angerichtet, dass alleine schon der Anblick ein kleiner Genuss ist. Wenn ich es mir es aber genauer überlege, käme es natürlich auch ein wenig auf den Hauptgang an. Bei einem Schmorgericht sähe die Sache schon anders aus. Ich lasse das jetzt lieber, sonst kommt eins zum anderen und schwupps, rechtfertige ich …

Chaussons aux pommes französische Apfeltaschen Rezept Blätterteig

Chaussons aux pommes
Französische Apfeltaschen

Chaussons aux pommes, also Pantöffelchen mit Apfelkompott, gehören zum französischen Soulfood. Keine Boulangerie ohne sie und in manchen Patisserien sind sie auch erhältlich. Wenn etwas schon Pantöffelchen (Hausschuh) heißt, dann kann eigentlich nur gemeint sein, dass man es sich mit dieser Leckerei besonders gemütlich machen soll. Für mich heißt das (ohne Pantoffeln) ab aufs Sofa. Bewaffnet mit einem Tablette und darauf eine Tasse dampfendem Assam-Tee mit Milch oder einem Kaffee. Manchmal wenn es ganz schlimm ist, auch einer heißen Schokolade. Aber wenn Chaussons aux pommes dabei sind, dann will ich auf den Schoß und einfach mal ganz in Frieden entspannen und vor mich hinträumen oder auch nur ein wenig plaudern. Was man halt so macht an regnerischen Tagen, wenn der Himmel auf den Kopf drückt und gute Freunde gefragt sind, damit man wieder lächeln kann. Apfeltaschen gibt es in Deutschland auch, was soll an französischen Chaussons aux pommes schon besonders sein? Apfeltaschen heißen sie auf Deutsch und damit wird ziemlich genau umschrieben, was gemeint ist. Ja, hier wird nicht lang rumgredet, wir kommen gerne gleich …

Blätterteigstangen Rezept

Sacristains
Blätterteigstangen aus der Provence

Sacristains sind eine Blätterteigspezialität aus der Provence. Genauer gesagt aus dem Département Vaucluse (Avignon) im Südosten Frankreichs, der wunderschönen Provence. Diese mit Hagelzucker und Mandelblättchen gefüllten und bestreuten Blätterteigstangen, werden dort in vielen Bäckereien angeboten. Ein Sacristain ist ein Kirchendiener oder Küster und so hat auch dieses Gebäck, mal wieder einen kirchlichen oder religiösen Ursprung. Wie werden die Sacristains gemacht und auf was muss ich achten? Ganz wichtig ist, dass man den Blätterteig nicht einfach nur mit Hagelzucker und Mandelblättchen bestreut, sondern sie müssen gefüllt UND bestreut werden. Nur dann sind es echte Sacristains und so zubereitet, haben sie einen eigenen Sound beim Reinbeißen. Es muss krachen, knacken und der Zucker muss ein wenig knirschen, wenn ihr in die Blätterteigstangen beißt. Das Besondere ist, sie sind kinderleicht herzustellen und schnell gebacken, natürlich nur mit fertigem Blätterteig. Wer aus diesem Sacristains Rezept, aber einen wahren Genuss machen will, der sollte mal versuchen einen Blätterteig inversée selbst herzustellen und ihn sich dann portionsweise einfrieren. Wie werden die Sacristains kombiniert? Oft sind sie so lang wie ein Unterarm, …

Petits puits d'amour Rezept

Petits puits d’amour
Kleine Liebesbrunnen
Spaziergang Les Misérables

Vincent la Chapelle, ein großer Koch seiner Zeit, kreierte das Puits d’amour Rezept. Zum ersten Mal, wurde es 1735 in seinem Kochbuch „Le Cuisinier Modern“ veröffentlicht. Der Meisterkoch la Chapelle, war auch am Hof Ludwig XV (1710 – 1774) für dessen Mätresse Madame de Pompadour (1721 – 1764) tätig. Sie selbst war auch eine hervorragende Köchin und verzauberte, unter anderem mit ihrer Consommé à la Pompadour, den König und seine Gäste. Ludwig XV und Madame de Pompadour waren hingerissen von den Puits d’amour des Vincent la Chapelle und sicherlich auch von der erotischen Zweideutigkeit. Kleine Geschichte der Puits d’amour (Liebesbrunnen) von Paris Ursprünglich bestand das Rezept aus Blätterteig, ähnlich den Bouchée à la reine (Königin-Pasteten, gefüllt mit Geflügelragout), in Form eines Wassereimers mit Henkel. Meist mit einer Konfitüre aus Johannisbeeren bzw. roten Früchten (oh là là) gefüllt. Der Name Puits d’amour und seine Symbolik, regte die Phantasie der Kleriker dermaßen an, dass es am Hof zu einem Skandal kam. König Ludwig XV kümmerte dies aber nicht und er ließ die Puits d’amour weiter zu intimen …

Galette des rois Rezept

Galette des rois
Französischer Dreikönigskuchen

Diesmal war ich dran und musste die galette des rois backen. Als amtierende Königin, wurde mir diese Ehre, nach vielen Jahren das erste Mal wieder zugedacht. Vor fast genau einem Jahr, hatte ich das Glück, die fève (kleine Porzellanfigur) in meinem Stück galette des rois zu finden. Es war ein lustiger Abend mit viel Cidre (der gehört einfach zur galette des rois) und begleitenden Rufen „Le roi boit !“ (der König trinkt) jedes Mal wenn ich einen Schluck nehmen wollte. Der König muss bei uns die galette für den 6. Januar des nächste Jahres stellen. Für mich noch der angenehmste Teil der königlichen Regentschaft, das Backen! Denn, es war mir doch ein wenig unangenehm im Mittelpunkt der Gesellschaft zu stehen. Mit einer goldenen Papierkrone auf dem Kopf, die selbst zur Taxifahrt nicht abgenommen werden durfte, bestritt ich diesen, letztendlich doch sehr lustigen Abend. Also abgemacht und umgesetzt. Hier ist er der Dreikönigskuchen und mein galette des rois Rezept. Hier habe ich noch ein Rezept für einen Gâteau des rois für euch. Ich habe mal wieder …

Rezept für Kouign amann ein französischer Butterkuchen aus der Bretagne

Kouign amann
Bretonischer Butterkuchen

Wer jemals in der Bretagne war, wird den Kouign amann kennen. Auf Märkten und Festen gibt es immer irgendwo einen Stand, welcher den bretonischen Butterkuchen frisch gebacken verkauft. Um den Händler, Bäcker oder Patissier zu finden, muss man nur dem Duft nach Butter und Karamell folgen. Aber natürlich findet man ihn auch in den örtlichen Bäckereien und beim Patissier. Aber auch abgepackt in den Supermärkten und auch tiefgekühlt ist er erhältlich. Im Restaurant oder Café wird er auch gene noch mit einer Kugel sahnigem Vanilleeis serviert. In der Bretagne kommt man am Kouign amann einfach nicht vorbei. Woraus besteht das Rezept für Kouign amann? Dieser reichhaltige Kuchen wird seit 1860 in Douarnenez gebacken und besteht aus einem Brotteig pâte à pain, wird ähnlich wie ein Blätterteig pâte feuilletée gefaltet und nicht sparsam mit Salzbutter und Zucker gefüllt. Damals war Mehl knapp, aber es gab reichlich Butter und Zucker. Also wurde kurzerhand so viel Butter und Zucker dem Rezept zugegeben, wie das Mehl gerade noch zu binden vermochte. Dies hat sich bei diesem Klassiker bis heute …